Solidarischer Samstag – Corona geht uns alle etwas an

Unter dem Motto „Corona geht uns alle etwas an“ veranstaltete der SPD Ortsverein Mayen am 23. Oktober eine Diskussionsrunde. 

Die Anwesenden werteten die Ergebnisse des Straßenstandes zum Thema Corona vom August zu den Fragen „Was kann die Stadt tun?“ und „Wie betrifft es mich/welche Auswirkungen hat es für mich?“ aus.

In den Antworten konnte man klar Sorgen und Bedenken der Bevölkerung erkennen, jedoch auch, dass keine Panik unter den Befragten herrscht und das Thema „Corona“ recht pragmatisch und realistisch betrachtet wird. 

Zu der Frage „Wer kann wo wie gegen wirken?“ wurden über ein Brainstorming  die handelnden Akteure identifiziert.  Zum einen sind dies Personen oder Gruppen, die persönlichen oder auf kommunaler Ebene Einfluss auf die erfassten Auswirkungen nehmen können. Zum anderen sind es Organisation oder Institutionen, die überregional wirken können oder könnten (siehe Bild). 

Die berufliche Zukunft für Job oder Ausbildung z.B. wäre ein Betätigungsfeld u.a. für die Bundes-, die Landesregierung, die Arbeitgeber und die Gewerkschaften. Hier müssten diese die Regeln und Handlungsspielräume und ggf. Finanzierungen vorgeben oder festlegen.

Um die Probleme zum Thema Corona jedoch „vor Ort“ angehen zu können, kamen die Anwesenden zu folgenden Ergebnissen:

Von jedem Einzelnen, nicht nur von Personen, sondern auch z.B. Behörden und Ämtern, braucht es Achtsamkeit. Und zwar in dem Sinne, dass der eine auf den anderen achtet und nicht einfach voraussetzt: „Der kennt sich ja aus“ oder „das muss der doch wissen“. Nein, hier muss auch einmal nachgefragt werden: Kann ich Dir helfen?“.

Wichtig ist auch Kreativität. Neue Wege ausprobieren, neue Wege gehen. Zum Beispiel könnten sich Lehrer bei Schülern persönlich oder digital melden und nachfragen: „Wie geht es Dir, kommst Du zurecht, kann ich Dich unterstützen?“ 

Gerade im Bildungssystem gibt es in Bezug auf Digitalisierung und die angewendeten Kommunikations- und Unterrichtsplattformen noch großer Klärungs- und Nachholbedarf.

Eine interessante Frage ist: „Was ist systemrelevant?“. Müssen Spielplätzen bei einem Lock-down geschlossen werden? Oder aber dürfen Vereine zumindest Jugendarbeit betreiben, damit die Kinder und Jugendlichen beschäftigt sind und auch aus der Wohnung kommen? Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendämter sind systemrelevant und müssen mit entsprechenden Schutzmaßnahmen Ihre Tätigkeit in den Familien weiter nachkommen können.

Es gab weitere Lösungsvorschläge, die durch die SPD ausgearbeitet und an die zuständigen Stellen geleitet werden, um allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Mayen Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die Zeit der Corona-Pandemie besser zu überstehen.

 
Einladung: Corona geht uns alle etwas an

Nachdem die Infektionszahlen zuletzt im Sommer gefallen waren, suchten wir auf dem Mayener Marktplatz das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Wir fragten nach, inwieweit sich ihr Leben durch die Corona-Pandemie verändert habe und wo sie Unterstützungsbedarfe seitens der Stadt sähen. Schön war es zu hören, dass die meisten Gesprächspartnerinnen und -Partner trotz vieler Einschränkungen und gesundheitlicher wie wirtschaftlicher Risiken angaben, es ginge ihnen gut und sie genössen die zusätzliche Ruhe. Gleichwohl wurden Ängste und Sorgen vor allem auch gegenüber den Lebensbedingungen jüngerer Generationen geäußert und darüber, wie lang das Virus unseren Alltag so stark begleiten wird. Hierauf geben die jüngsten Entwicklungen der Infektionszahlen teils eine klare Antwort: Länger als uns lieb ist.

Gerne möchten wir über die Folgen der Corona-Pandemie auf kommunaler Ebene, also bei uns vor Ort in Mayen, mit ihnen detaillierter sprechen. Wir wollen jetzt gemeinsam Lösungen entwickeln für die Probleme, die morgen auf uns warten. Hierfür sind wir froh, das Konzept des solidarischen Samstags des SPD Ortsvereins Mayen wieder aufleben zu lassen unter etwas geschützteren Bedingungen und erstmalig an einem Freitagabend. Sie sind herzlich eingeladen am 23.10. ab 19:00 Uhr in das Vereinsheim der Prinzengarde Mayen e.V. im Triacca Weg 1 zu kommen. Bitte vergessen sie ihren Mund- und Nasenschutz nicht. Wir freuen uns, wenn möglich, über Anmeldungen vorab unter kontakt@spdmayen.de und sind gespannt auf den Austausch.

 
Nach der OB-Wahl: SPD Ortsverein plant zukünftige Arbeit!

Frei nach dem Motto: „Nach der Wahl ist vor der Wahl“ geht der OV der SPD-Mayen nach der für den SPD-Kandidaten erfolgreichen OB-Wahl an die Planung für die zukünftige Arbeit. Am Mittwoch, den 29.09.2020, traf man sich daher in der Cafeteria der AWO zur Vorstandsitzung. Die Anwesenden waren sich einig, dass man die gute Arbeit des Ortsvereins weiterführen möchte. Dies zur Zeit jedoch unter Berücksichtigung der jeweiligen Corona- und Hygieneregeln, was die Aufgabe nicht gerade vereinfacht. Zudem wurden einige wichtige Aufgaben auf mehrere Schultern (neue) verteilt. Hierzu gehört u.a. auch die Vorbereitung auf die Landtagswahl 2021, die schon jetzt ihre Schatten voraus wirft. Wir dürfen gespannt sein, wie und in welchem Umfang der OV welche Projekte oder Aufgaben angeht und werden darüber gerne weiter berichten.

 
von links nach rechts: Dirk Meid, Marc Ruland, Dr. Alexander Wilhelm, Martina Luig-Kaspari, Daniel Stich
Landtagskandidaten für die Wahl 2021 nominiert

Am 6.3. fand die Wahlkreiskonferenz für den Wahlkreis 12 in Mayen im "Alten Fritz" statt. Hier wurde einstimmig Dr. Alexander Wilhelm als Kandidat für die bevorstehende Landtagswahl 2021 nominiert. Alexander Wilhelm ist als Gesundheitsstaatsekretär im Landtag Rheinland-Pfalz tätig und überzeugt mit seinen sozialdemokratischen Vorstellungen für das Land und seiner ausgezeichneten Expertise über die Landespolitik. Als Vertreterin wurde Martina Luig-Kaspari aus dem Ortsverein Mayen gewählt. Gemeinsam und mit der Unterstützung aller SPD Gliederungen im Wahlkreis werden wir alles dafür tun, dass Mayen-Koblenz noch sozialdemokratischer im nächsten Landtag Rheinland-Pfalz vertreten sein wird.

Ein wichtiger Schritt hierfür ist auch, dass Mayen wieder sozial-demokratisch regiert wird. Das Grußwort unseres OB-Kandidat Dirk Meid wurde mit schallendem Applaus begleitet. In Mayen gehen die Bürgerinnen und Bürger bereits am 26. April diesen Jahres an die Urnen. Wir sind gespannt.

 
SPD-Neujahrsempfang 2020 im Bürgerhaus Hausen

Mayen. Die Neujahrsempfänge der politischen Parteien dienen alljährlich dazu, kurz das vergangene Jahr zu resümieren und dann einen Ausblick zu geben auf die Schwerpunkte der Arbeit und gesetzten Ziele im noch recht jungen Jahr. Aber 2020 ist in Mayen ein Wahljahr, denn am 26. April wird der Oberbürgermeister bestimmt, der in den folgenden acht Jahren die Geschicke der Stadt lenken und sie für die Zukunft fit machen soll. Was lag da also näher, als den zahlreichen Gästen aus Vertretern von Behörden, Verbänden, Banken, Schulen und der Wissenschaft sowie der Feuerwehr und Vereinen, also damit eine breite Öffentlichkeit zu informieren, die alljährlich den Kreis der „normalen“ Parteimitglieder ergänzt. In Erwartung der angekündigten Vorstellungen und Ziele des bereits im September nominierten Oberbürgermeisterkandidaten Dirk Meid hatten denn auch viele Gäste den Weg in das Hausener Bürgerhaus gefunden, die zwar anderen im Rat vertretenen Parteien eher geneigt sind, aber mit denen sich im Laufe der Jahre auch ein freundschaftliches Miteinander entwickelt hat.

Weil der SPD-Vorsitzende Dirk Meid für die Wahl zum Oberbürgermeister kandidiert, übernahm an seiner Stelle Fraktionsvorsitzender Helmut Sondermann die Begrüßung der Gäste und fand dabei gleichzeitig unterstützende und freundschaftliche Worte für den Kandidaten. Der aus Mayen stammende Staatssekretär Dr. Alexander Wilhelm ging in seinem Grußwort auf die aktuelle Schwäche der SPD ein und versicherte den Empfangsgästen „die SPD wird weiter leben und gestalten, wie sie es immer gemacht hat“. Viele Städte in Rheinland-Pfalz würden von SPD-Oberbürgermeistern regiert und dies solle auch in Mayen ab 2020 wieder so werden.


Dirk Meid über seine Kompetenzen


OB-Kandidat Dirk Meid nutzte zunächst die Gelegenheit, allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern im bevorstehenden Wahlkampf schon jetzt ein dickes „Dankeschön“ auszusprechen. Auch bei seiner Ehefrau Claudia bedankte sich Kandidat Meid öffentlich, die hinter ihm steht und den Rücken stärkt, wo sie nur kann.

Und dann überraschte Dirk Meid die Gäste des Empfangs, weil auch sie einer der Beweggründe waren zu kandidieren. In vielen Gesprächen seit seiner „Antrittsrede“ 2016 habe man ihn als glaubwürdig eingeschätzt, als jemand, der sachlich und fair bleibt, der verständlich redet, bodenständig ist und dessen Verbundenheit mit Mayen deutlich wird.

Dirk Meid kenne die Verwaltung. Er wurde bei der Kreisverwaltung zum Beamten ausgebildet und ist von dort zur Stadtverwaltung Mayen gewechselt. Als Mitarbeiter im Büro des Landrates und später von OB Günter Laux hatte er schon früh Kontakt zur Kommunalpolitik und zu vielen Interessengruppen in Mayen. Er kenne die Strukturen und die Abläufe einer Verwaltung. Vor mehr als 20 Jahren wechselte er in die Wirtschaft und arbeitet seither in einem international tätigen Mayener Unternehmen in der erweiterten Geschäftsführung. Effektives wirtschaftliches Handeln hat er dabei gelernt, welches aus seiner Sicht mitunter beim Umgang mit Steuergeldern in Vergessenheit zu geraten scheint.

Seit vielen Jahren ist Dirk Meid in der Mayener Kommunalpolitik aktiv, angefangen mit dem Ortsbeirat Kürrenberg, über den Beirat der Stadtentwicklungsgesellschaft und verschiedene städtische Ausschüsse, bis hin zum Stadtrat, dem er seit der vergangenen Kommunalwahl angehört. Neben der Kommunalpolitik lag ihm stets die Vereinsarbeit am Herzen. Man kennt ihn in der Mayener Szene, auf den Schützenplätzen oder von Vereinsveranstaltungen.

„Ja, ich kann Oberbürgermeister! Das sage ich bei allem gebotenen Respekt vor diesem Amt. Ich komme aus der Verwaltung, ich kenne die Wirtschaft und ich kenne die Kommunalpolitik. Vor allem aber kenne ich die Menschen unserer Stadt. Mit dieser Leidenschaft will ich für unser Mayen eintreten. ‚Für uns – Für Mayen‘ wurde daher zu meinem Slogan für diese Wahl.“

Weil es bei einer OB-Wahl nun einmal vor allem um die Person des Bewerbers geht, nahm an diesem Abend die erweiterte Vorstellung der Person Dirk Meid einen großen Raum seiner Rede ein, ohne jedoch die Sachthemen dafür zu kurz kommen zu lassen.


Ziele und Visionen für Mayen


Leider verhält sich die Vielfalt der Aufgaben eines Mittelzentrums wie Mayen umgekehrt zu unseren finanziellen Möglichkeiten, stellte Kandidat Meid gleich eingangs fest. Umso wichtiger ist es ihm daher, dass die Ressourcen optimal eingesetzt werden. Vor allem brauche es eine klare Richtung, was langfristig erreicht werden soll. „Ich spreche bewusst von einem Horizont von 10 bis 15 Jahren. Ich denke nicht in Legislaturperioden oder Amtszeiten“ so Meid. Schon vor Jahren hatte die Verwaltung auf Wunsch der Politik alle Potentialflächen für Wohn- und Gewerbegebiete zusammengestellt. Jedoch noch kein einziges dieser Gebiete ist baureif oder in der Erschließung. „Was dieses Thema angeht, herrscht bei uns seit Jahren Stillstand“, so der 51-jährige. „Wir müssen in Mayen endlich wieder ‚in die Gänge‘ kommen, damit es wieder voran geht.“

Die Wirtschaft ist ihm wichtig. Leider habe Mayen hier in den letzten Jahren erheblich an Boden verloren. Mendig, Kaisersesch, Polch und Kottenheim hätten Gewerbegebiete geschaffen und überall wurde investiert. Es war richtig, die Stadtentwicklungsgesellschaft zu stärken, damit sie Flächen kauft und entwickelt. Auch die Wirtschaftsförderung müsse endlich zentral organisiert und mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet werden. Es gab in Mayen einen Wirtschaftsbeirat. Hier war Wirtschaftskompetenz vorhanden. Leider wurde dem Beirat nicht die nötige Bedeutung beigemessen. So ginge man in Mayen mit Wirtschaftskompetenz um. „Wir brauchen die Erfahrung von Unternehmen, Banken und Gewerbetreibenden. Ich will diese Erfahrung nutzen, damit Mayen verlorenen Boden gut macht.“ Immer wieder machte Meid seine Vorstellungen anhand konkreter Beispiele deutlich und sprach auch den Klimawandel an. „Wir müssen alles dafür tun, die Auswirkungen des Klimawandels in Mayen erträglicher zu machen“, so Meid „und haben mit der Fernwärme bereits eine CO2-neutrale Energieform. Wären wir doch nur überall so weitblickend.“ Mayen benötige dringend einen Plan für die Entwicklung der Innenstadt, der die Elemente Kultur, Gastronomie, Einzelhandel und Tourismus miteinander vernetzt und das Zentrum wieder mit Leben erfüllt. „Wer sich keine Ziele setzt, der entwickelt auch keinen Ehrgeiz“, stellte Dirk Meid fest.

Mayen und die Fünfte Jahreszeit. Selbstverständlich war der Besuch von Prinzessin Tina I. und ihrem Gefolge eine angenehme Notwendigkeit und eine willkommene Abwechslung zu der vielen Politik. Nach gemeinsamen Schunkeln, Gesang und Ordensverleihung war noch genügend Zeit für viele Gespräche, die oftmals die soeben angeschnittenen Themen reflektierten. 

WE, Blick Aktuell (13.01.)