SPD Mayen

SPD besorgt über die Zukunft der Mayener Gesundheitsversorgung: „Hände weg vom St. Elisabeth Krankenhaus“

Pressemitteilung

Aufgrund der jüngsten Berichte in den Medien befasste sich die SPD Mayen erneut mit dem Mayener St. Elisabeth Krankenhaus. In dieser Einrichtung wurde und wird nach wie vor hervorragende Arbeit geleistet, betont die SPD in einer Stellungnahme. Der gute Ruf über Mayens Grenzen hinaus sei unter dem Verwaltungsdirektor Cremer begründet worden, der für eine langfristige Geschäftspolitik stand. Bis heute zehrt das St. Elisabeth von dieser vorausschauenden Leitung und dem Ruf ihrer leitenden Ärzte. „Jüngste Entscheidungen deuten jedoch darauf hin, dass die Verantwortlichen derzeit eher kurzfristige Sparziele verfolgen, ohne Rücksicht auf langfristige Folgen,“ befürchtet der SPD-Vorsitzende Dirk Meid. Für weiteren Text bitte klicken.

Vor knapp einem Jahr war die SPD schon einmal an die Öffentlichkeit gegangen, weil ihr von Pflegern, Ärzten und Verwaltungsmitarbeitern Informationen zugetragen wurden, dass das Krankenhaus zu einer Portalklinik werden sollte. Eine Portalklinik hat nur noch die Aufgabe der Grundversorgung und soll ansonsten die Patienten in die Haupthäuser überweisen. Während andere politischen Kräfte die Sichtweise der Geschäftsleitung des Gemeinschaftsklinikums teilten, bleibt die SPD bis heute bei ihrer sorgenvollen Haltung. Auch wenn aktuell noch keine Portalklinik zu befürchten ist, bestätigen neueste Informationen vieles von dem, was die SPD Mayen vor fast einem Jahr befürchtet hatte. So wurde mittlerweile die Küche in Mayen geschlossen; selbst betriebsbedingte Kündigungen sollen erfolgt sein. Auch die Personalabteilung, Lager und die IT sind verlagert worden. Wenn jetzt auch noch das Labor in seiner bisherigen Form verloren geht, ist das aus Sicht der Genossen ein fataler Einschnitt. Der Verlust wird vermutlich unmittelbaren Einfluss auf das Betriebsergebnis haben. "Wenn ein Krankenhaus nicht mehr über ein voll ausgestattetes Labor verfügt, zum Beispiel für die Blutgruppen-Bestimmung, werden bestimmte Patienten, insbesondere Notfälle, erst  gar nicht mehr dorthin gebracht," erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzenden Helmut Sondermann. „Solche Entscheidungen bringen vielleicht kurzfristig Einsparungen, wirken aber langfristig negativ für die betroffene Einrichtung.“

"Unser Eindruck ist, dass geplante Sparbemühungen umgehend umgesetzt werden, während angekündigte Investitionen ausbleiben," ergänzt der SPD-Stadtrat Rolf Schäfer. "Seit Jahren soll die Palliativ-Station ausgebaut werden. Jetzt wurde wieder einmal verkündet, dass es demnächst losgeht." Der lange angekündigte Herzkatheter-Messplatz sei nach wie vor nicht Realität, obwohl die Geräte dafür bereits beschafft und eingelagert seien.

Stattdessen sei zu hören, dass Oberarzt- und Assistenzarzt-Stellen gegen den Willen der Chefärzte gestrichen würden, obwohl das Arbeitsaufkommen ohnehin schon hoch sei. Auslaufende Verträge würden nicht verlängert. Auch das Pflegepersonal beklage eine enorme Belastung. Gerüchteweise habe einer der leitenden Ärzte sogar einen Auflösungsvertrag vorgelegt bekommen.

Eines ist den Genossen wichtig, wie Helmut Sondermann betont, selbst Allgemein-Mediziner mit einer Praxis in Mayen: "Im Mayener Krankenhaus wird nach wie vor eine hervorragende ärztliche und pflegerische Leistung durch engagierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbracht. Aber wir befürchten Rückschritte, wenn die Einsparungen weiter gehen. Unser Eindruck ist, dass am Mayener Krankenhaus gespart wird, damit sich das Gemeinschaftsklinikum für den Konkurrenzkampf in Koblenz besser aufstellen kann. Wir fordern die Verantwortlichen in Kreistag und Kreisverwaltung auf, für das Mayener Krankenhaus zu kämpfen." 

Das St. Elisabeth Krankenhaus ist die einzige Einrichtung im Klinikverbund auf dem Gebiet des Kreises Mayen-Koblenz. Der Landkreis habe daher nach Meinung der Mayener SPD für das ehemalige Kreiskrankenhaus eine besondere Verantwortung. "Uns geht es um eine weiterhin hervorragende Versorgung der Menschen in unserer Region, über die reine Grundversorgung hinaus," formuliert Dirk Meid die Forderung der Mayener SPD. „Daher sagen wir: Hände weg vom Mayener Krankenhaus.“

 
 
 

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