SPD Mayen

Gemeinsam für Erhalt des Mayener Krankenhauses in bisheriger Form

Pressemitteilung

SPD Mayen äußert sich zu den Presse-Erklärungen der Kreis-CDU 

und der Geschäftsleitung des Gemeinschaftsklinikums

 

Die Fraktionen des Mayener Stadtrates wollen gemeinsam für den Erhalt des Mayener Krankenhauses in der bisherigen Form kämpfen. Nun hat sich erwartungsgemäß die Geschäftsleitung des Gemeinschaftsklinikums (GK) zu Wort gemeldet. Die Geschäftsführer Hermiger und Stein behaupten, die SPD-Aktionen führten zu Verunsicherungen. Das verkehrt die Tatsachen. Die Geschäfts- und Kommunikationspolitik der Klinikums verunsichert die Menschen, nicht die SPD. Bitte klicken für gesamten Artikel.

So hatte die SPD Mayen den Skandal um den Herzkatheter-Messplatz öffentlich gemacht. Ein offenbar veraltetes Gerät war „plötzlich“ defekt. Dieses Gerät ist für die Diagnose von Notfall-Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt unter Umständen lebensnotwendig. Obwohl die technischen Schwierigkeiten laut Insidern angeblich schon seit Monaten bekannt waren, wurde nichts unternommen. Die Pressestelle des GK unternahm noch den Versuch, diesen Ausfall zu verharmlosen. „Es sei ja nur eine Platine defekt,“ war die Erklärung. Mittlerweile verweist die Geschäftsleitung immerhin auf eine geplante Investition für einen neuen Katheter-Messplatz. Allerdings seien dafür noch Investitionen erforderlich, die angeblich im Juni beginnen sollen. Herzinfarkt-Patienten müssen womöglich monatelang den Weg nach Koblenz in Kauf nehmen; je nach Schwere der Erkrankung kann das für Patienten unter Umständen lebensbedrohlich sein. Was sagt die Geschäftsleitung zu dieser Situation? Wie ernst nimmt man die Sorgen der Menschen in Mayen und der Region?

Während die Stellungnahme der Klinikleitung zu erwarten war, befremdet die Aussage der Kreis-CDU. Deren Sprecher Georg Moesta behauptet trotz der bekannten Umstände, die Mayener SPD würde „zündeln“ und unterstellt uns Wahlkampfmanöver. Ich würde Herrn Moesta gerne die Frage stellen, ob er sich derzeit beim Verdacht auf einen Herzinfarkt vertrauensvoll ins Mayener St. Elisabeth Krankenhaus einliefern lassen würde?

Wir stellen seit mittlerweile anderthalb Jahren fest, dass Sparmaßnahmen am Mayener Krankenhaus konsequent umgesetzt werden, Stellenbesetzungen oder Investitionen aber trotz Ankündigung ausbleiben.

Hat die Mayener SPD „gezündelt“, als wir Ende 2017 öffentlich machten, dass es in Mayen ab Jahresende keinen Kinderarzt mehr geben würde? Dabei hatte das MVZ, das Teil des GK ist, den letzten Kinderarzt-Sitz aufgekauft und die Nachfolge nicht rechtzeitig geregelt. Zu der Zeit waren die Wahlen kein Thema.

Hat die Mayener SPD „gezündelt“, als sie Anfang 2018 die Befürchtung äußerte, Labor, Küche und andere Abteilung in Mayen würden geschlossen? Auch von betriebsbedingten Kündigungen war schon damals die Rede. Die Geschäftsleitung sprach von Gedankenspielen. Mittlerweile ist das Realität.

Hat die Mayener SPD „gezündelt“, als sie auf die enorme Fluktuation in der Ärzteschaft hinwies? Mitunter über Nacht waren Ärzte plötzlich nicht mehr am Krankenhaus tätig, Mediziner im Rentenalter wurden hektisch als Ersatz verpflichtet. Die Entwicklung hält bis heute an. Wir haben schon damals kritisiert, dass die kaufmännische Leitung über die Köpfe der Ärzte hinweg in den medizinischen Bereich hinein entscheidet, wie das ein Direktor Ludwig Cremer nie getan hätte. Schon damals habe wir die Befürchtung geäußert, dass sich die hervorragenden Mediziner das auf Dauer nicht gefallen lassen werden. Seither sind weitere Ärzte gegangen, Planstellen wurden gestrichen. Ist das vielleicht das Ziel der Geschäftsführung? Wenn irgendwann nicht mehr genügend Ärzte da sind, kann man die entsprechende Abteilung schließen und jede Schuld von sich weisen. 

Wie kann es sein, dass über Wochen kein Arzt am Krankenhaus war, der endoskopische Untersuchungen durchführen konnte? Dennoch wurde der Vertrag des letzten Facharztes mit dieser Qualifikation nicht verlängert und der Mediziner musste gehen.

Wie erklärt Herr Moesta, wie erklärt die Kreis-CDU, den Menschen in der Region Mayen diese Entwicklungen?

Wir wissen nicht, mit wem Herr Moesta neben der Geschäftsleitung des GK spricht. Wir reden auch mit Ärzten und Mitarbeitern. Von dort wird über Stellenstreichungen berichtet, von unerträglicher Arbeitsbelastung, von mehreren durchgearbeiteten Wochenenden hintereinander. 

Wer unsere Motivation anzweifelt, der sollte sich einige der mehr als 600 Kommentare durchlesen, die zur Online-Petition verfasst wurden. Das sind Betroffene, die sich dort äußern. Da sagt eine Ärztin: „ Das Krankenhaus hatte unter Ludwig Cremer immer schwarze Zahlen und wurde nach und nach zum Ausgleich der Missstände in den Koblenzer Krankenhäusern nach der Kooperation benutzt.“ Und ein niedergelassener Arzt schreibt: „Teile vollumfänglich Anliegen und Sorgen der Petition. Nach 40 Jahren ärztlicher Tätigkeit vor Ort macht mir die aktuelle Entwicklung größte Sorge in Bezug auf die Versorgungsqualität der Patienten vor Ort.“ Ein anderer Unterzeichner schreibt auf die Frage, warum er die Petition unterstützt: „Weil ich als Medizinstudent im praktischen Jahr die Kürzungen hautnah miterlebt habe.“

Das sind die Rückmeldungen, die uns in unserem Handeln bestärken.

 

Dirk Meid

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