SPD OV Mayen

Geschichte des Etzlergraben - Teil Mayener Geschichte soll aufgeschrieben werden

Pressemitteilung

Die Geschichte des Etzlergrabens soll aufgeschrieben werden. Das ist Ziel eines Projekts der SPD Mayen zusammen mit dem Geschichts- und Altertumsverein (GAV) und früheren Bewohnern der Straße. Starten wollen die Verantwortlichen mit einer Auftaktveranstaltung am 12.04.2017, 18.00 Uhr, in der Spiel- und Lernstube Germanenstraße. Interessierte ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner sind herzlich eingeladen.

Wie kam es zu der Idee? „Wir besuchten vor einigen Wochen nach dem Auszug der letzten Bewohner den Etzlergraben,“ erzählt Dirk Meid, SPD-Vorsitzender. „Uns war bewusst: hier geht ein Stück Mayener Nachkriegsgeschichte zu Ende.“ Entstanden als Notunterkünfte zur Linderung der Wohnungsnot in den Jahren des Wiederaufbaus wurde das Provisorium zu einem dauerhaften Quartier bis ins Mayen der heutigen Tage. Nicht immer das am besten angesehene Viertel, jedenfalls für Außenstehende. Während viele Bürgerinnen und Bürger mit dem Etzlergraben eher einen sozialen Brennpunkt verbanden, war er für mindestens zwei Generationen von Mayenern Heimat, Nachbarschaft und Freundeskreis.

Wie lebte man im Etzlergraben? Wie waren die Beziehungen zu anderen „Vierteln“? Mithilfe von Erzählungen und Fotos soll das Leben nachgezeichnet werden. Auch für den GAV, der schon viele Facetten der Mayener Geschichte untersucht hat, handelt es sich um ein besonderes Projekt. Der Vorsitzende Hans Schüller hat daher sofort die Unterstützung zugesagt. Ein solches Projekt sei für Mayen etwas völlig Neues. Alle Schilderungen werden als Zeitzeugen-Berichte auch dem städtischen Archiv zugeführt.

Ein Teil der Dokumentation soll die Entstehung des Etzlergrabens historisch beleuchten, also die Situation nach dem Krieg. Wie sich die städtischen Gremien im Laufe der Zeit mit dem Gebiet befassten, könnte ebenfalls Gegenstand der Darstellung sein. „Aber in der Hauptsache geht es um das tägliche Leben, die schönen Seiten ebenso wie die Sorgen und Nöte,“ so Meid weiter. Alle Beiträge würden gesammelt, egal ob schriftlich oder mündlich, ob Fotos oder gar Filmaufnahmen, auf Wunsch natürlich anonymisiert. Mitstreiter aus der SPD und vom GAV bringen die Schilderungen dann in Reinform. Wenn sich genug Material findet, soll daraus ein Buch werden. Dies ist zumindest das ehrgeizige Ziel der Beteiligten.

 
 
 

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